Niedersachsen passt Casino-Angebote an und baut Roulette-Tische ab
Parker Vogel · Oct 3, 2026

Niedersachsen passt Casino-Angebote an und baut Roulette-Tische ab

Im Oktober 2026 gab die staatliche Spielbanken GmbH in Niedersachsen bekannt, dass sie Roulette-Tische aus zwei Standorten entfernt, weil die Nachfrage nach diesem personalintensiven Spiel zurückgeht, während andere Spiele wie Automaten weiterhin stark genutzt werden. Die betroffenen Casinos in Hitfeld und Bad Pyrmont sollen ab Mitte 2027 nur noch Automatenspiele anbieten, und diese Umstellung folgt dem Muster mehrerer anderer Standorte im Bundesland, die bereits ausschließlich auf Slots setzen. Roulette bleibt dagegen an vier weiteren Standorten verfügbar, nämlich in Bad Harzburg, Bad Zwischenahn, Hannover und Osnabrück, sodass das klassische Tischspiel dort weiterhin angeboten wird.
Hintergründe der Entscheidung und geplante Steueranpassung
Die Spielbanken GmbH begründet den Abbau der Roulettekessel mit sinkender Spielernachfrage, die den hohen personellen Aufwand für Croupiers und den Betrieb der Tische nicht mehr rechtfertigt, während Automaten weniger Personal erfordern und flexibler genutzt werden können. Gleichzeitig plant das Land Niedersachsen eine Senkung der Spielbankenabgabe von 85 auf 80 Prozent, um dem Betreiber finanzielle Entlastung zu verschaffen und die Wirtschaftlichkeit der verbleibenden Standorte zu sichern. Diese Maßnahme soll die Auswirkungen des reduzierten Angebots abfedern, ohne dass zusätzliche Standorte betroffen sind, und sie orientiert sich an ähnlichen Anpassungen in anderen Bundesländern, wo Automaten den größeren Teil des Umsatzes ausmachen.
Betroffene Standorte und verbleibende Roulette-Angebote
Hitfeld und Bad Pyrmont verlieren ihre Roulette-Tische vollständig und bieten künftig nur noch Automatenspiele an, während Bad Harzburg, Bad Zwischenahn, Hannover und Osnabrück das klassische Spiel weiterhin vorhalten, sodass Gäste dort weiterhin am Roulettekessel spielen können. Die Umstellung erfolgt schrittweise bis Mitte 2027, und die Gesellschaft betont, dass alle vier verbleibenden Roulette-Standorte uneingeschränkt offen bleiben, um die regionale Verfügbarkeit des Tischspiels aufrechtzuerhalten. Beobachter aus der Branche verweisen darauf, dass vergleichbare Reduzierungen bereits an anderen niedersächsischen Standorten umgesetzt wurden und dort zu einer Konzentration auf Automatenspiele geführt haben, ohne dass die Gesamtzahl der Casinos verringert wurde.
Auswirkungen auf Mitarbeiter und regionale Wirtschaft
Die Entfernung der Roulettekessel wirkt sich auf den Personalbedarf aus, da weniger Croupiers für den Tischbetrieb benötigt werden, während Automaten weitgehend ohne ständige Beaufsichtigung laufen und dadurch andere Qualifikationen erfordern. Die geplante Steuersenkung soll dem Unternehmen Spielraum geben, um Anpassungen in den verbleibenden Standorten vorzunehmen und die regionale Wirtschaft zu stützen, indem Steuereinnahmen aus dem Automatensegment weiterhin fließen. Daten aus dem Automatenmarkt zeigen, dass der Anteil der Automatenspiele am Gesamtumsatz von Spielbanken in Niedersachsen in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen ist, während Roulette einen kleineren Teil ausmacht und dadurch den Abbau begünstigt.

Die vier Standorte mit weiterhin angebotenem Roulette bleiben unverändert und gewährleisten, dass Gäste aus dem gesamten Bundesland weiterhin Zugang zu diesem Spiel haben, ohne dass zusätzliche Reisen nötig werden. Die Spielbanken GmbH hat angekündigt, die Umstellung transparent zu kommunizieren und betroffene Mitarbeiter in andere Bereiche oder Standorte zu integrieren, sodass keine größeren Entlassungen erwartet werden. Berichte von Branchenverbänden wie dem Deutschen Spielbankenverband bestätigen, dass ähnliche Anpassungen in anderen Regionen Deutschlands bereits zu stabileren Betriebsergebnissen geführt haben und die Steuererleichterung als Instrument zur Standortsicherung dient.
Regulatorische Rahmenbedingungen und zukünftige Entwicklungen
Die geplante Reduzierung der Spielbankenabgabe erfordert eine gesetzliche Anpassung auf Landesebene, die voraussichtlich im Laufe des Jahres 2027 umgesetzt wird, um mit der Umstellung der Casinos in Hitfeld und Bad Pyrmont zu synchronisieren. Nach Angaben der Landesregierung Niedersachsen dient die Maßnahme der Sicherung der wirtschaftlichen Basis der staatseigenen Gesellschaft und orientiert sich an Entwicklungen in anderen europäischen Ländern, wo Steuersätze für Spielbanken ebenfalls angepasst wurden, um veränderten Nachfrageverhältnissen Rechnung zu tragen. Die verbleibenden Roulette-Standorte in Bad Harzburg, Bad Zwischenahn, Hannover und Osnabrück sollen weiterhin nach den strengen Vorgaben des Glücksspielstaatsvertrags betrieben werden, sodass die regulatorischen Standards unverändert bleiben.
Zusammenfassung der geplanten Veränderungen
Die Entscheidung der Spielbanken GmbH führt dazu, dass Hitfeld und Bad Pyrmont ab Mitte 2027 nur noch Automaten anbieten, während Roulette an vier anderen Standorten erhalten bleibt und die Steuerlast von 85 auf 80 Prozent gesenkt wird, um den Betreiber zu entlasten. Diese Schritte basieren auf der aktuellen Nachfrageentwicklung und folgen dem Vorbild bereits umgestellter Standorte im Bundesland, ohne dass weitere Reduzierungen angekündigt sind. Weitere Informationen finden sich in Berichten des Automatenmarkt sowie auf Seiten der Niedersächsischen Landesregierung, die die regulatorischen Hintergründe erläutern. Die Maßnahmen werden bis Mitte 2027 umgesetzt und sollen die langfristige Stabilität der Spielbanken in Niedersachsen sichern.